uebergewichtige_maeuse

Ein relativ unbekanntes Medikament zur Behandlung von Asthma und anderen Krankheiten half in einer neuen Studie Mäusen beim Abnehmen – ohne das diese Sport treiben mussten oder ihre Ernährung änderten.

Forscher des Life Sciences Instituts der amerikanischen Universität von Michigan kamen zu dem Schluss das sich mit dem Medikament Amlexanox sowohl krankhaftes Übergewicht, also auch Diabetes und Fettleber in Mäusen erfolgreich behandeln lässt.

Die Forscher gaben zu den Resultaten zu Protokoll das der Grund für die Ineffektivität von vielen Diäten die Anpassungsfähigkeit des Körpers sei, welcher bei einer reduzierten Kalorienaufnahme gleichzeitig den Stoffwechsel reduziert um das ursprüngliche Körpergewicht zu halten.

Amlexanox scheint den Stoffwechsels bei Mäusen so zu beeinflussen das der Körper nicht mehr versucht das Ursprungsgewicht zu halten.

Laut den Forschern wirkt das Medikament über die Unterdrückung von zwei Genen (IKKE und TBK1), welche für die Gewichtsregulation über den Stoffwechsel zuständig seien könnten.

Durch die Unterdrückung der Gene scheint es für den Stoffwechsel möglich zu sein mehr Energie zu verbrennen und weniger zu speichern.

Die Effekte trafen sowohl bei Mäusen zu, welche genetisch zu krankhaftem Übergewicht veranlagt waren, als auch bei Mäusen welche durch ihre Ernährung Fettleibig gemacht wurden.

Probleme, welche mit dem Übergewicht der Mäuse zusammenhingen, wie z.B. Diabetes und eine Fettleber gingen zudem mit der Medikamentenbehandlung erfolgreich zurück.
Ob bei Menschen der selbe Effekt zutrifft und die Einnahme zu diesem Zweck sicher ist muss noch erforscht werden.

Ein weiteres Problem stellt die Patentfreiheit des Medikaments dar, welches bereits seit mehr als 25 Jahren in Japan zur Behandlung von Asthma verwandt wird, sowie in den USA zur Behandlung zu Mundgeschwüren.

Wenn ein Stoff nicht patentierbar ist, scheuen Pharmafirmen den kostspieligen Prozess einer Zulassung für einen speziellen Behandlungszweck, weil jede andere Firma dann das Medikament zum selben Zweck vermarkten kann – ohne dabei die Kosten für eine Zulassung tragen zu müssen.

Die Studie wurde am 10. Februar 2013 im Fachjournal Nature Medicine veröffentlicht.



 

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